studiert ab Ende August Medizin an der Paracelsus Medizinischen Privatuniversität in Nürnberg

Vor zwei Jahren kam ich nach Deutschland, um Deutsch zu lernen und mich auf einen Medizinstudienplatz zu bewerben. Nachdem ich ein Jahr hier lebte, bewarb ich mich bei verschiedenen medizinischen Hochschulen in Deutschland, doch mir wurde mitgeteilt, dass ich noch ein Jahr warten müsse, bevor ich an einer deutschen Universität angenommen werden könnte. Zum Glück entdeckte ich zeitgleich das Medical Preparatory Year an der Jacobs University – es erschien mir die perfekte Überbrückung zu sein, bis ich mich wieder auf das Medizinstudium in Deutschland bewerben würde. Ich kam nach Bremen, um im darauffolgenden Jahr etwas mehr über den Bewerbungsprozess und das Medizinstudium in Deutschland zu wissen. Ich wollte mich außerdem auf die Herausforderungen und den Stress an einer Universität vorbereiten und erfahren, was es wirklich heißt, Medizin zu studieren.

Jetzt, da das Jahr vorüber ist, bin ich froh sagen zu können, dass ich so viele Dinge gelernt habe, die ich vorher nicht kannte. Neben dem Kennenlernen verschiedener medizinischer Studiengänge, haben die Kurse und Seminare mich einen ganzen Schritte näher daran gebracht, zu verstehen, wie die Medizin funktioniert. Als internationale Studentin, die bisher nur in einer Sprachschule Deutsch gelernt hatte, kam ich ohne die für das Medizinstudium erforderlichen wissenschaftlichen Deutschkenntnisse in das Programm. Doch durch die Seminare und Praktika, die in Deutsch stattfanden, hat sich mein Deutsch enorm verbessert. Ich kann jetzt Patienten und Ärzte in Krankenhäusern verstehen, aber auch Dozenten und Professoren in unseren Vorlesungssälen.

Dieses Jahr hat mich nicht nur akademisch, sondern auch sozial sehr viel weiter gebracht. Auf dem Campus habe ich in einer internationalen Gemeinschaft gelebt und war immer von Menschen aus aller Welt umgeben. Dadurch und durch die vielen kulturellen Events und Aktivitäten habe ich viele verschiedenen Kulturen und Traditionen kennengelernt. Freundschaften kann man auf dem Campus in relativ kurzer Zeit knüpfen, da alle so offen und verständnisvoll sind. Es ist sehr einfach sich zu integrieren und ein Teil der Gemeinschaft zu werden. Ich habe an der Jacobs University meine beste Freundin getroffen und werde dafür immer dankbar sein.

In nur einem Jahr habe ich so viel gelernt und erlebt, dass ich hoffe, jeder Teilnehmer kann diese Möglichkeit in jedem Moment wertschätzen und nutzen – denn dieses unvergessliche Jahr ging viel zu schnell vorüber.